Feuchte in Wohnungen
Wie entstehen Feuchtigkeitsschäden?
In der Regel ist uns kaum bewusst, wie viel Feuchtigkeit täglich in Wohnungen erzeugt wird - oder hätten Sie gedacht, dass je nach Größe und Nutzung in einer Wohnung zwischen 10 und 30 Liter Wasserdampf entstehen und abgeführt werden müssen? Entgegen der üblichen Vermutung der meisten Mieter gelangt die Feuchtigkeit nur ganz selten von außen in die Wohnung. Vielmehr sind es fast immer die großen Feuchtigkeitsmengen, die nicht von innen nach außen gelangen und sich an bestimmten Stellen niederschlagen. Dabei ist die Lufttemperatur und der Luftdruck ausschlaggebend dafür, wie viel Wasser die Luft enthalten kann. Je höher die Temperatur der Luft ist, desto mehr Wasser kann sie aufnehmen. Wenn warme, sehr feuchte Luft abkühlt, wird an einem bestimmten Punkt die Grenze erreicht, an der das Wasser wieder abgegeben wird - das ist der Moment, in dem z. B. der Spiegel im Bad beschlägt. Der Wasserdampf schlägt sich hier nieder, weil die Luft am Spiegel plötzlich abkühlt. Das gleiche geschieht auch an Zimmerwänden: An den kältesten Stellen schlägt sich die Feuchtigkeit sofort nieder, und das kann sehr viel mehr sein als man glaubt. Daher befinden sich Feuchtigkeitsschäden auch meist an Ecken und Übergängen zur Außenwand und Fensterstürzen oder an Orten mit wenig Luftbewegung wie hinter Möbeln.




