Fusarien im Getreide
Fusarien als Belastung in feuchten Sommern
Wissenschaftler befürchten nach starken, über mehrere Monate anhaltenden Regenfällen im Sommer vermehrte Schimmelpilzbildung (Fusarien) im Getreide. Die vermehrte Ausbreitung zeichnet sich unter solchen Bedingungen ab, da das Getreide auf vielen Feldern zum überspülten Boden gedrückt wird. Unter feucht-warmen Bedingungen können die Fusarien dann ideal gedeihen. Das teilte die zum Bundeslandwirtschaftsministerium gehörende Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig im Jahr 2002 nach den langen Regen während des Sommers mit. Die Gefahr für die Gesundheit von Menschen sei aufgrund der strengen Nahrungsmittelkontrollen und Filtermethoden als gering einzuschätzen. Mykotoxine (Pilzgifte) im Futtergetreide könnte aber vor allem die Gesundheit von Schweinen schädigen. Die Folgen könnten von Appetitlosigkeit über verzögertes Wachstum bis hin zu Fruchtbarkeitsstörungen bei den Sauen und Fehlgeburten reichen. Rinder und Hühner seien unter anderem auch wegen anderer Verdauungsmechanismen weniger anfällig. Das Fleisch von Tieren, die mit pilzbelastetem Getreide gefüttert wurde, habe aber kaum Rückstände, hieß es in dieser Mitteilung. Bei der Mehlherstellung z.B. für Brot oder Nudeln würden die von Fusarien befallenen Körner herausgefiltert.
(Quelle: www.netdoktor.de, 24.08.02)




