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Hygiene und Gesundheit

Klimaanlagen: Mangelnde Hygiene gefährdet Gesundheit

Im Folgenden finden Sie einen Überblick über folgende Themen:

1. Funktionsprinzip von Klimaanlagen
2. Hygiene-Probleme in raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen)
3. Technische Probleme
4. Gesundheitliche Risiken
5. Rechtslage

1. Funktionsprinzip von Klimaanlagen
Klimaanlagen funktionieren nach folgendem Prinzip: Luft wird - in der Regel von außen - angesaugt, gefiltert, eventuell erwärmt oder abgekühlt sowie be- oder entfeuchtet und anschließend in die Räume geblasen.
 Zur Vermeidung von Lärm und Wärmeverlusten werden in Lüftungsanlagen Isoliermaterialien auf der Basis von Mineral- und Glasfasern eingesetzt. Zur Luftbefeuchtung wird in den Lüftungsanlagen gezielt Wasser in die Luft eingesprüht. Aber auch ungewollt kann Wasser in andere Anlagenbereiche eingetragen werden, z. B. aus der Außenluft angesaugtes Regenwasser oder im Kühler anfallendes Kondenswasser. Dieses unerwünschte Wasser kann zum Wachstum von Keimen führen.

2. Hygiene-Probleme in raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen)
Die Mehrzahl der Klimaanlagen weisen erhebliche Hygienemängel auf. Bis heute gibt es nahezu keine raumlufttechnischen Anlagen (RLT-Anlagen), die vollständig den aktuellen Hygienestandards entsprechen; auch die neu erstellten Lüftungsanlagen sind zu etwa 80 Prozent mit Mängeln behaftet.
Bis vor wenigen Jahren gab es nicht einmal Hygienestandards bzw. -richtlinien. Hygienekontrollen, vergleichbar mit einer TÜV-Prüfung für PKWs, wurden nicht durchgeführt.
Infolgedessen weisen Lüftungsanlagen heutzutage eine Vielzahl unterschiedlichster Hygienemängel auf. In Befeuchteranlagen vermehren sich Keime, weil z. B. das Wasser falsch vorbehandelt bzw. nicht richtig desinfiziert wird oder am Wochenende in der Befeuchteranlage stillsteht oder weil die Anlage aus Kostenspargründen zu selten gereinigt wird.
Um die Keime im Befeuchterwasser abzutöten, werden Chemikalien, so genannte Biozide, eingesetzt. Chemikalien, die in der Lage sind, Keime zu töten, sind auch der menschlichen Gesundheit nicht zuträglich. Wenn die Luft befeuchtet wird, geht automatisch auch das Desinfektionsmittel (Biozid) in die Luft über und wird mit der Raumluft eingeatmet.
Im Kühler vermehren sich Bakterien oder Schimmelpilze, weil die Ablaufwannen für das Kondensat falsch gebaut und der Kühler zu selten gereinigt wird. Die Lüftungsanlagen verschmutzen, weil zu schlechte Luftfilter eingesetzt werden.
Von den Schalldämpfern, die teilweise bis zu 30, 40 und mehr Jahre in der RLT-Anlage eingesetzt werden, werden Glas- und Mineralfasern abgegeben, denn in den ständig durchströmten Anlagen haben die mineralischen Dämmstoffe nur eine Lebensdauer von 15 Jahren. Wenn sie bis dahin nicht ausgetauscht werden, dann zersetzen sie sich und die Mineralfasern werden an die Luft abgegeben und gelangen in die Räume.

3. Technische Probleme
Die Mehrzahl aller Klimaanlagen weisen technisch-konstruktive, aber auch hygienische Mängel auf. Die mineralischen Dämmstoffe der alten Anlagen aus den sechziger und siebziger Jahren weisen große Löcher auf; sie sind völlig verschlissen.
Mineralfasern werden im Inneren der Anlage durch die strömende Luft freigesetzt. Die kleineren und gefährlichen Fasern werden von den Filtern - soweit überhaupt vorhanden - nur teilweise zurückgehalten und in die Raumluft geblasen.
30-40 Jahre alte Klimaanlagen mit verrotteten Dämmmaterialien werden weiter betrieben, weil keine Rücklagen für notwendige Modernisierungsarbeiten vorgesehen wurden und schlicht das Geld dafür fehlt. Dieses Problem nimmt mit steigendem Alter der RLT-Anlagen zu - eine Zeitbombe tickt.
Auf den Luftfiltern wachsen Keime (Mikroorganismen), weil sie vom Regenwasser oder vom Kondenswasser aus den Kühlern oder von Befeuchterwasser durchfeuchtet werden. Auch wenn diese Mikroorganismen aus den Filtern abgeschieden werden, ergibt sich ein neues Problem: sie sterben ab. Es entstehen teilweise toxische "Leichengifte", die gerade von alten Filtern, die aus Kostengründen zu selten gewechselt werden, an die Luft abgegeben werden. Anschließend gelangen diese Zerfallsprodukte in die Raumluft. Dort werden sie eingeatmet.
In vielen Lüftungsanlagen sind diese Mängel nicht einmal feststellbar, weil die Anlagen so kompakt gebaut wurden, dass große Teilbereiche nicht einsehbar sind. In diesen Bereichen können sich Mikroorganismen unbemerkt vermehren, ohne dass sie entdeckt oder beseitigt werden können. Die Folgen sind unkontrollierbare Gesundheitsrisiken für die Menschen in den belüfteten Innenräumen.

Die weiteren Themen finden Sie hier (zum Teil 2)

 

Quelle: B90/Die Grünen im Abgeordnetenhaus Berlin Oktober 2002

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