Kohlendioxid
Kohlendioxid ist ein farbloses, unbrennbares, schwach säuerlich riechendes und schmeckendes Gas mit der chem. Formel CO2. Es kommt in einer Menge von etwa 0,03 Vol-% (30 ppm) natürlich in der Luft und auch in Mineralquellen vor.
Kohlendioxid ist aber auch in Innenräumen der Belastungsfaktor Nummer 1. Wenn Luft als verbraucht gilt, hängt das nicht mit sinkendem Sauerstoffgehalt zusammen, sondern mit einer erhöhten Konzentration an Kohlendioxid. Dieses ist in unserer ausgeatmeten Luft in erhöhtem Mass vorhanden und je mehr Personen in einem Raum sich aufhalten, umso eher ist die Luft verbraucht, da zu hoher Kohlendioxidhgehalt vorliegt.
Ab ca. 1000ppm reagieren empfindliche Menschen mit Kopfdruck und unspezifischen Beschwerden. Als nächste Stufe ist ab ca. 1500 ppm bei der Mehrzahl der Raumbewohner mit Kopfschmerzen zu rechnen. Kerzen und andere Feuerstellen steigern den CO2-Gehalt schnell.
Abhilfe ist einfach – die Aussenluft bietet bessere Bedingungen. Lüften hilft also effektiv, den Kohlendioxidgehalt wieder auf Normalniveau zu bringen.
Erstaunlich ist, wie häufig belastete Luft durch Kohlendioxid anzutreffen ist. Unser Lüftungsverhalten ist einfach nur mit dem Prädikat „mangelhaft“ zu bezeichnen. Häufig ist in unserer Praxis auch anzutreffen, dass andere Innenraumquellen für relevanter als Kohlendioxid gehalten werden.
Kohlendioxid entsteht auch durch Verbrennen fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas). CO2 ist eines der sog „Treibhausgase“. Sein Anteil am weltweiten Treibhauseffekt betrug in den 80er Jahren etwa 50%. Sowohl die CO2-Emissionen wie auch der Gehalt von CO2 in der Atmosphäre haben in den vergangenen Jahrzehnten zugenommen.
Weltweit ist ein Anstieg der CO2-Emissionen von 1975 bis 1990 um 32% zu verzeichnen. In den Industriestaaten (OECD-Staaten) betrug der Anstieg 11%, in der EG 4%.
Die Entwicklung der CO2-Emissionen im früheren Bundesgebiet verläuft uneinheitlich. 1989 kam es zu einem Rückgang, 1990 zu einem Wiederanstieg. Kontinuierlich angestiegen sind im dargestellten Zeitraum allein die Emissionen des Verkehrs.
Im Gebiet der ehem. DDR nehmen die Emissionen seit 1989 ab. Diese Abnahme ist vor allem auf den Rückgang der wirtschaftlichen Tätigkeiten zurückzuführen.




