Mykotoxine im Hausstaub
Der Hausstaub enthält immer deutlich nachweisbare Mengen von Mykotoxinen. Das erstaunt wenig, da Hausstaub auch immer hohe Mengen an Schimmelpilzen enthält. Die in der Außenluft enthaltenen Sporen und andere Pilzbestandteile (Myzelbruchstücke) sedimentieren im Staub und reichern sich dort an. Je älter der Staub, desto höher sind im allgemeinen die nachweisbaren Schimmelmengen und somit auch bestimmbare Mykotoxinmengen. Ertl und Butte haben Richtwerte für toxikologisch tolerable Mengen ermitteln können und diese Richtwerte dienen als fundierte Beurteilungsgrundlage für zunächst drei Mykotoxine (Stand 2007). Eigene Untersuchungen haben ergeben, dass die auch für Kleinkinder tolerierbaren Mengen an im Hausstaub enthaltenen Mykotoxinen in der Regel eingehalten werden.
Die Annahme, dass Hausstaub aufgrund der enthaltenen Mykotoxinmengen besonders toxisch sei, ist deshalb meist falsch. Eine Minimierung möglicher Belastungen kann sehr einfach durch Reinigen erfolgen. Alle modernen Hausstaubsauger sind mit Feinstfiltern ausgerüstet, die auch Schimmelsporen in der Regel gut zurückhalten. Die üblichen Staubminderungsmaßnahmen wie feuchtes Wischen und Saugen helfen also gut gegen eine möglicherweise vorhandene Mykotoxin- Belastung des Staubes.
Eine solche Minimierung ist allerdings bei bekanntermaßen im Haus vorliegenden Schimmelbelastungen ganz besonders wichtig, um eine mögliche Anreicherung von Schimmelpilzgift zu verhindern.




