PAK aus Trinkwasserleitungen
Meldungen über gesundheitsschädliche PAKs (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) im Trinkwasser sorgten jüngst für Schlagzeilen in den Medien und für Verunsicherung bei Verbrauchern. Die im Rahmen einer derzeit laufenden Untersuchung der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfachs (DVGW) gefundenen PAKs stammen aus tauchgeteerten Gusseisenrohrleitungen, die in den sechziger und siebziger Jahren in den alten Bundesländern verlegt wurden und heute etwa fünf Prozent der vorhandenen Rohrleitungen ausmachen. "Da die meisten PAKs eindeutig krebserregend sind, muss die Aufnahme minimiert werden", warnt die Verbraucher-Zentrale NRW und gibt Verbrauchern einige grundsätzliche Vorsichtsmaßnahmen an die Hand. Eine mögliche PAK-Belastung des Trinkwassers sollte beim örtlichen Gesundheitsamt als zuständiger Überwachungsbehörde oder beim Wasserversorgungsunternehmen erfragt werden. Falls eine PAK-Belastung über dem geltenden Grenzwert von 0,2 Mikrogramm pro Liter (0,0002 mg/l) vorliegt, sollte das Wasser für Risikogruppen wie Säuglinge, Kleinkinder oder immungeschwächte Menschen nicht als Trinkwasser verwendet, sondern auf geeignetes Mineralwasser zurückgegriffen werden. Haushaltswasserfilter können das Problem nicht generell lösen, da hierbei grundsätzlich Verkeimungsgefahr besteht und nicht kontrolliert werden kann, ob die PAKs tatsächlich zurückgehalten wurden.
Auch Rauchen oder gegrillte oder geräucherte Lebensmittel sind eine erhebliche zusätzliche PAK-Quelle.
Quelle: HACCP Informations- Service vom 20.10.2000




