Vorkommen von PAK in Parkettklebern (Details)
Vorkommen von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in Wohnungen mit Parkettböden
Zusammenfassung der Auswertung von circa 5000 Meßdatensätzen durch das Institut für Wasser- Boden- und Lufthygiene
Im Verlauf des Jahres 1998 wurden in Deutschland an verschiedenen Orten und durch zahlreiche Stellen eine sehr große Zahl von Bestimmungen von Benzo(a)pyren (BaP) und anderen polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) in den Matrices Parkettkleber, Hausstaub und Luft durchgeführt. Hintergrund war der Einsatz von teerhaltigen Klebern bei der Verlegung von Parkett in früheren Zeiten und die dadurch entstandene Diskussion um die hygienische Bedeutung erhöhter PAK-Gehalte in den genannten Matrices und eventueller Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.
In einer zeitlich begrenzten Aktion konnten vom Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des Umweltbundesamtes mehr als 5000 Datensätze über die Ergebnisse von Felduntersuchungen zusammengetragen und ausgewertet werden. Aus diesen Ergebnissen lassen sich trotz einiger Einschränkungen, die vor allem durch unterschiedliche Vorgehensweisen bei der Probenahme im Feld und das Fehlen von Detailinformationen bedingt sind, eine Reihe von Informationen ableiten. Diese Informationen bilden eine wertvolle Grundlage für weitergehende Bewertungen.
Zusammenfassend ergibt sich:
34% aller untersuchten Parkettkleber können danach als teerfrei (BaP < 10 mg/kg) und 29% als stark teerhaltig (BaP > 3000 mg/kg) eingestuft werden.
7% der untersuchten Hausstaubproben weisen einen BaP-Gehalt von über 10 mg/kg auf. Differenziert man dieses Ergebnis nach der Art der Probenahme (Saugen oder Kehren), so liegen 13 % der Saugproben und 2 % der Kehrproben oberhalb dieses Wertes.
Betrachtet man die Summenhäufigkeitsverteilung der BaP-Gehalte von Hausstäuben in bewohnten und unbewohnten Wohnungen, so weisen die unbewohnten Wohnungen höhere BaP-Gehalte auf.
Die Häufigkeitsverteilungen von BaP-Konzentrationen in der Raum- und Außenluft zeigen für parallel durchgeführte Messungen einen sehr ähnlichen Verlauf. Von rund 70 genauer auswertbaren Messungen zeigte mehr als die Hälfte keinen Unterschied zwischen Innenraum- und Außenluft. In 20 Fällen war die Raumluftkonzentration, in 12 Fällen die Außenluftkonzentration höher, mit maximalen Unterschieden von 2 bzw. 4 ng/m3.
Es konnte weder eine Beziehung zwischen den BaP-Gehalten im Kleber und denen im Hausstaub noch zwischen den BaP-Gehalten im Hausstaub und denen in der Raumluft festgestellt werden.
Für die Matrices Parkettkleber und Hausstaub besteht eine gute Korrelation zwischen dem BaP-Gehalt und dem PAK-Gehalt, so daß BaP als Indikator verwendet werden kann.
Quelle: UBA
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