Stilbene in Textilien
Hormonpflaster oder auch Antiraucherpflaster zeigen, wie gut der Körper manche Stoffe über die Haut aufnimmt. Zum Beispiel eine Form des Hormons Stilbene. Stilbene wurde in den 70er Jahren als Medikament verboten, nachdem es gehäuft zu Krebserkrankungen geführt hatte. Heute ist es immer noch als Zusatzstoff in Textilien enthalten und dienen als optische Aufheller. Die Molekülstruktur wirkt so, dass auftreffendes UV-Licht als blaues Licht zurückgeworfen wird. Stilbene haben bislang ungeklärte Toxizität, es wird aber vermutet, dass sie - wie viele Textilinhaltsstoffe - Allergien auslösen. Besonders die Hormonstruktur gibt manchen Wissenschaftlern zu Bedenken Anlass.
Stilben ist unter den Namen Blankophor (R) auf dem Markt. Blankophor® gehört zu den optischen Aufhellern, die die im Licht enthaltene UV - Strahlung in blaues, sichtbares Licht umwandeln. Es gehört zu den Stilben- oder Pyrazol - Derivaten. Der Nachteil, den dieser Stoff hat, ist, daß die damit behandelte Wäsche, wenn sie länger nicht gereinigt wird, schneller vergilbt als nicht behandelte.
Stilbene sind mit weniger als 0,3 % in Vollwaschmitteln enthalten und überziehen die Faser. Sie bewirken die schon vor beschriebene optische Täuschung. Farbverschiebungen oder -aufhellungen bei Buntwäsche sind so möglich.
Durch die Waschmittel und über die Abwässer gelangen Stilbene überwiegend in den Klärschlamm. Sie sind dort sehr schwer biologisch abbaubar, zersetzen sich jedoch langsam durch Licht
Die Datenlage - vor allem zur Wirkung auf den Menschen - ist ausgesprochen dünn.




